13.03.2018

Geschäftskunden sind vom Wechsel der Bankensoftware betroffen

Kommendes Osterwochenende erneuert PostFinance ihre Bankensoftware. Weshalb die Umstellung nötig ist, was dabei zu beachten ist und welche Vorteile sie bietet, erklärt Markus Fuhrer, Leiter IT und Operations bei PostFinance.

Markus Fuhrer, der Countdown läuft. PostFinance steht kurz vor der grossen Umstellung ihrer Bankensoftware. Ist alles bereit?

Ja. Wir haben Tausende von Testfällen und vier Generalproben, sogenannte Dress Rehearsals, erfolgreich durchgespielt. Und wir haben die Kunden über die für sie wichtigsten Neuerungen und Änderungen und deren Auswirkungen vor, während und nach der Umstellung informiert. Wir sind bereit.

Warum erneuert PostFinance eigentlich ihre Bankensoftware?

Die Schweiz digitalisiert sich. Entsprechend wandeln sich die Bedürfnisse unserer Kundinnen und Kunden. Mit der Harmonisierung des Zahlungsverkehrs auf den Standard ISO 20022 trägt der Finanzplatz zur Digitalisierung des Wirtschaftsstandorts Schweiz bei. Auch PostFinance stellt sich den Anforderungen des modernen Zahlungsverkehrs. Unsere IT-Landschaft ist über die Jahre stetig gewachsen, was sie immer heterogener, schwerfälliger und teurer machte. Um die Geschwindigkeit des Markts aufnehmen zu können, erneuern wir mit diesem Schritt die Bankensoftware und räumen gleichzeitig auch die IT-Architektur auf. Eine hohe Stabilität und Performance sind Voraussetzung für die weitere Digitalisierung und das Digital Powerhouse, das PostFinance werden will.

Und weshalb findet der Wechsel jetzt statt?

Die Erneuerung der Bankensoftware ist eng mit der Harmonisierung Zahlungsverkehr Schweiz verbunden. In der neuen Bankensoftware werden Transaktionen ausschliesslich in den neuen ISO-Formaten verarbeitet. PostFinance musste daher per Ende 2017 zuerst die Umstellung auf den ISO-20022-Standard abschliessen. Wir haben unsere Geschäftskunden während zwei Jahren eng dabei begleitet, um das Ziel zu erreichen. Denn: Die Zeit zwischen Januar und März war für die Vorbereitung des Bankensoftwarewechsels reserviert.

Inwiefern sind die Geschäftskunden von PostFinance von der Umstellung betroffen?

Die Umstellung bringt für unsere Geschäftskunden sowohl technische als auch organisatorische Anpassungen mit sich – beispielsweise was den Zeitpunkt des Tagesschnitts betrifft. Welche genau das sind, hängt von den Produkten und Dienstleistungen ab, die die Kunden nutzen. Wir haben alle Kundinnen und Kunden, die etwas anpassen müssen, individuell informiert. Weitere Informationen zu Änderungen findet man nach dem Osterwochenende im E-Finance. Ausserdem stehen unsere Kundenberaterinnen und Kundenberater bei Fragen jederzeit zur Seite.

Was ist im Zusammenhang mit der Umstellung zu beachten?

Vom 29. März bis 2. April 2018 stehen einige Dienstleistungen nicht oder nur eingeschränkt zur Verfügung (siehe «Mehr Informationen»). Geschäftskunden sollten ihre Zahlungen daher rechtzeitig erledigen und auf Meldungen auf der Website, im E-Finance sowie in der PostFinance App und der PostFinance TWINT App achten. Am 3. April 2018 startet PostFinance mit der neuen Bankensoftware und den ISO-Formaten. Leider können wir bei so grossen Systemerneuerungen eine gewisse Instabilität in den ersten Tagen nicht ausschliessen. Wir sind jedoch gut vorbereitet und werden die Auswirkungen auf die Kunden so gering wie möglich halten. Die neue Software ist eine wichtige Investition in die Leistungs- und Innovationsfähigkeit von PostFinance. Nur so können unsere Kunden auch in Zukunft von einer breiten Angebotspalette und einem modernen digitalen Banking profitieren.

Zur Person

Markus Fuhrer ist seit 27 Jahren bei PostFinance in unterschiedlichsten IT- und Führungspositionen tätig. 2013 übernahm der Wirtschaftsinformatiker als «Leiter Core Banking Transformation» die Erneuerung der Bankensoftware. Seit September 2014 ist er CIO und Mitglied der Geschäftsleitung und seit Juli 2017 auch COO von PostFinance.

Mehr Informationen

Zum neuen Kernbankensystem von PostFinance