09.12.2016

Interbanken-Zahlungsverkehr: Aargauische Kantonalbank arbeitet mit Avaloq nach neuem Standard

Die Aargauische Kantonalbank ist die erste Bank, die ihre Zahlungstransaktionen an und von PostFinance mit der Bankensoftware Avaloq in den neuen ISO-20022-Formaten verarbeitet. Die Migration verlief problemlos.

Die Aargauische Kantonalbank (AKB) unterhält 31 Geschäftsstellen, zählt 790 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und betreut rund 230 000 Kundinnen und Kunden. Die AKB ist ausserdem die erste Bank, die im Zahlungsverkehr mit PostFinance die Bankensoftware Avaloq verwendet und nach dem neuen ISO-20022-Standard arbeitet. «Die Migration fand am 18. Juli statt und verlief stressfrei», blickt René Burger, Leiter Fachzenter Zahlungsverkehr und Dienstleistungen bei der AKB, zurück. Und dies, obwohl die AKB parallel zum Migrationsvorhaben ein eigenes grösseres Releaseprojekt umsetzte und für Avaloq als Pilotbank fungierte. «Im Februar dieses Jahres haben wir das neue Avaloq-Modul implementiert, das den ISO-20022-Standard unterstützt. Bereits nach der – für ein solches Projekt üblichen – Fehlerbehebungsphase waren wir zuversichtlich, dass alles gut laufen wird.»

«Das Testen ist das A und O»

Noch mehr Sicherheit gewann die AKB durch die intensiven Testphasen über die Testplattform von PostFinance, auf die mit einem Secure-Zugang zugegriffen wird. «Sie ist ein sehr wertvolles Hilfsmittel, um die Verarbeitung der Dateien in den neuen Formaten zu testen: einfach in der Bedienung, logisch aufgebaut und extrem leistungsstark. Innerhalb weniger Sekunden konnten wir die Dateien, die wir hochgeladen hatten, wieder herunterladen», freut sich Burger. In Anspruch genommen hat die AKB die Testplattform vom ersten Testtag bis kurz vor der Umstellung. «Wir haben hinauf- und herunterkonvertiert und erhielten so die Gewissheit, dass wir zum Beispiel Zahlungen korrekt verarbeiten können und dass die Meldungsformate korrekt aufgebaut sind. Dieser Aufwand hat sich gelohnt, denn das Testen ist das A und O für einen erfolgreichen Migrationsprozess.» Neben eigenständigen Überprüfungen führten die AKB und PostFinance vier gemeinsame Testtage durch. «An diesen spielten wir bestimmte vorgängig definierte Abläufe intensiv durch und vertrauten dabei auf die Betreuung durch unsere Ansprechpersonen bei PostFinance.»

Leistungsstarke Verarbeitung

Parallel zu den Tests erarbeitete die AKB diverse Alternativlösungen. «Bei Problemen mit den Schnittstellen oder bei Schwierigkeiten mit der Auslieferung der neuen Formate hätten wir auf verifizierte Umgehungslösungen zurückgreifen können», so Burger. Zum Einsatz gekommen sind diese zum Glück aber nicht. Am Migrationswochenende vom 18. und 19. Juli – der transaktionsarme Zeitraum wurde bewusst gewählt – trafen die Dateien zwar mit etwas Verspätung, aber korrekt ein. Seither läuft alles reibungslos. Begeistert ist René Burger insbesondere von der leistungsstarken Verarbeitung der neuen Dateien in Avaloq. «Mit den ESR und EGAV als XML-Meldungen benötigen wir pro 1000 Zahlungen knapp eine Minute», betont er.

Folgende Verarbeitungsschritte sind bei der AKB produktiv:
– PostFinance-Zahlungseingänge im pacs.008-Format
– PostFinance-Rückzahlungen im pacs.004-Format
– PostFinance-Quittierungsfiles im pacs.002-Format

Umstellung für einen späteren Zeitpunkt (technische Umsetzung abgeschlossen):
– Zahlungsausgänge an PostFinance im pacs.008-Format