09.12.2016

«Die neuen ISO-20022-Formate sind im Einsatz – und funktionieren reibungslos»

Die Schwyzer Kantonalbank arbeitet seit Mitte Juni 2016 im Interbanken-Zahlungsverkehr mit den neuen ISO-20022-Formaten. Wie die Migration gelaufen ist und wie die ersten Erfahrungen sind, erzählt Fabio Ferrari, Leiter Zahlungsverkehr bei der Schwyzer Kantonalbank, im Gespräch.

Die Schwyzer Kantonalbank ist das erste Finanzinstitut mit der Bankensoftware Finnova, das beim Datenaustausch im Zahlungsverkehr mit PostFinance die neuen ISO-20022-Formate für die Ein- und Auslieferung einsetzt. Dies dank eines Pilotprojekts, das die Schwyzer Kantonalbank, der Bankensoftwareanbieter Finnova und PostFinance gemeinsam umsetzten und erfolgreich abschliessen konnten. Nach umfassenden Tests im Vorfeld wurde ab Mitte April dieses Jahres intensiv auf die Migration hingearbeitet. «Dazu gehörte unter anderem die Performancekontrolle unserer Systeme bei einem Massenversand mit ISO-20022-Files. Denn die neuen Files sind um einiges grösser als die alten», erklärt Fabio Ferrari. «Da wir keinerlei Unregelmässigkeiten in unserer Verarbeitung feststellen konnten, blickten wir der Migration mit Zuversicht entgegen.»

Erste Files manuell verarbeitet – dann auf «automatisch» geschaltet

Diese wurde auf die Nacht vom 15. auf den 16. Juni 2016 eingeplant. Auf Seite der Schwyzer Kantonalbank sei die Umstellung auf die neuen Formate mit einem Minimalaufwand von rund einer halben Stunde verbunden gewesen. «Zur Sicherheit haben wir die ersten Files mit Zahlungen an unsere Kunden am Morgen manuell verarbeitet. Ebenso die ausgehenden Zahlungen», erklärt Ferrari. Bereits um 9 Uhr habe die Gewissheit bestanden, dass der Ablauf mit den neuen Formaten einwandfrei funktioniere. Auch als das System auf «automatisch» gesetzt wurde, verliefen die Verarbeitungen der Ein- und Ausgänge reibungslos. «Seither ist das System nun produktiv. Von Kundenseite hatten wir keine Reaktionen. Und so soll es auch sein. Denn bei den Anpassungen im Interbanken-Zahlungsverkehr sollen die Kunden nichts von der Umstellung merken.» Die alten Formate gehören damit bei der Schwyzer Kantonalbank der Vergangenheit an.

Nach dem Projekt ist vor dem Projekt

Dass das gesamte Projekt derart glatt über die Bühne gehen und sogar vor Plan abgeschlossen werden würde, hätte sich Fabio Ferrari vor zwei Jahren – als er das erste Mal davon gehört hat – nicht vorstellen können. «Es ist der Tatsache zu verdanken, dass alle drei Partner Hand in Hand gearbeitet haben und einen gesunden Pragmatismus bei der Lösungsfindung an den Tag legten.»